Vorstellung der neu gestalteten Grabstätte von Hermann Fischer am 10. Oktober
Anlässlich des 175. Geburtstags des Sprachwissenschaftlers Hermann Fischer und der Neugestaltung seiner Grabstätte lädt die Universitätsstadt Tübingen gemeinsam mit dem Schwäbischen Heimatbund und dem Förderverein Schwäbischer Dialekt zur feierlichen Übergabe der neu gestalteten Grabstätte ein am Samstag, 10. Oktober 2026, 11 Uhr, in der Friedhofskapelle auf dem Tübinger Stadtfriedhof, Gmelinstraße 20. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Dagmar Waizenegger, Leiterin des städtischen Fachbereichs Kunst und Kultur, begrüßt. Danach sprechen Albert Füger für die Ortsgruppe Tübingen des Schwäbischen Heimatbundes und Karlheinz Geppert, Geschäftsführer des Fördervereins Schwäbischer Dialekt. Professorin Doktor Lioba Keller von der Universität Münster hält einen Festvortrag über Leben und Werk Hermann Fischers. Anschließend gehen die Teilnehmenden gemeinsam zur Grabstätte. Christian Holder begleitet die Veranstaltung musikalisch und singt schwäbische Vertonungen seines Vaters Fritz Holder. Der Schwäbische Heimatbund und der Förderverein Schwäbischer Dialekt haben insgesamt 6.027 Euro für die Neugestaltung der Grabstätte gespendet. Davon wurden eine neue Einfassung und eine zusätzliche Grabplatte mit Bezug zum Schwäbischen Wörterbuch finanziert. Die Friedhofsverwaltung übernimmt die Kosten für die neue Grabbepflanzung. Das „Schwäbische Wörterbuch“ ist Hermann Fischers Lebenswerk. Es dokumentiert den schwäbischen Wortschatz und geht auf Sammlungen zurück, die Heinrich Adelbert von Keller ab 1854 begann. Der erste Band erschien 1904. Das Werk hält nicht nur den schwäbischen Dialekt um 1900 fest, sondern enthält auch zahlreiche sprach- und kulturgeschichtliche sowie volkskundliche Informationen. Es umfasst sieben Bände und zählt damit zu den bedeutenden überregionalen Mundartwörterbüchern des deutschen Sprachgebiets.
(Pressemitteilung der Universitätsstadt Tübingen)
